HIer möchte ich euch mal etwas über den Gecko selbst erklären.Also die Sorte Gecko die ich habe (Phelsuma Quatriocellata) braucht nicht so viel Pflege.Ist gut was für einen Anfänger hab ich mir sagen lassen.ER ist es gewohnt im feuchten Terrarium zu leben.Die Temperatur sollte am Tag fast 25-30 Grad erreichen und am Abend sollte sie bis auf 10 Grad absinken.Er kommt aus Madagaskar und ist es Feucht gewöhnt.Obwohl ich die Erfahrung gemacht das meine Gecko Dame immer das weite sucht wenn ich auch nur zum Sprühen des Terrariums komme :-)

 

Jeder der sich bis jetzt mal oberflächlich mit Vertretern der Sorte Geckos beschäftigt hat,wird wohl schon einmal in Kontakt mit der Gattung "Phelsuma"gekommen sein.Die Beliebtheit der  Phelsuma liegt aber nicht nur in der relativ einfachen Pflege vieler Arten in in der  Vermehrfreudigkeit begründet,sondern auch in der hohen Attaktivität.Viele Vertreter der Gattung bestechen durch ihr intensive und fast schon verschwenderisch  zu bezeichnende Farbenpracht.Hauptsächlich sind es Rot,-Grün-und Blautöne,die sogar Personenbegeistern,die diesem Hobby wenig zugetan sind.Viele Terrarianer wünschen sich ein dicht bewachsendes Terrarium,was aber viele Reptiliengruppen als mögliche Pfleglinge ausscheiden lässt,da sie der Bepflanzung schaden würden.Hier eignen sich gerade die kleinen Taggeckos.Die Phelsuma"Quadriocellata"(die  ich habe,)hat viele Unterarten.

Bei der kleinen, aber sehr kompakt wirkenden P. q. quadriocellata werden beide Geschlechter 11 cm bis 12 cm groß. Die Männchen unterscheiden sich nur durch vergrößerte Praeanofemoralporen sowie einen bulligeren Kopf.
Tiere dieser Art sind gekennzeichnet durch eine schšne smaragdgrüne Grundfärbung und eine variable, dabei aber besonders leuchtkräftige und auffällige Rotzeichnung.Der Kopf und der Nacken sind fein hellblau gepunktet. Hinter der Vorderextremität, am Rande vom Ellenbogen bedeckt, findet sich ein sehr markanter schwarzer Fleck, der oft hellblau gerandet ist; vereinzelt existiert auch eine deutliche Roteinfassung dieses Posthumeralflecks. Ein weiterer, ähnlicher Fleck liegt im oberen Teil der Schenkelbeuge. Die Praefemoralflecken sind nicht hellblau umrandet. Die Unterseite ist gelb oder weiß. Eine dunkle Linie verläuft von der Unterlippe bis zum unteren Teil des Oberarms und hinter dem Vorderbein lateral weiter bis zum Praefemoralfleck. Die Iris ist goldgelb

.Lebensraum:
P. q. quadriocellata ist ein ausgesprochener Regenwaldbewohner und ist in den Bergwäldern Ostmadagaskars punktuell verbreitet. Bevorzugter Standort sind breitblättrige Pflanzen, in denen slch die Geckos gerne aufhalten. Dies erklärt auch Bananenplantagen als oftgenannten Fundort - Kulturfolger.
Das Vorkommensgebiet ist sehr niederschlagsreich (ca. 3000mm im Jahresdurchschnitt) und von Juli bis August, im Südwinter, recht kühl. Die Temperaturen steigen dann kaum über 23°C und fallen nachts bis unter 10°C. Im Südsommer hingegen erhöhen sich die Temperaturen tagsüber bis auf 30°C und mehr.

Haltung und Fortpflanzung im Terrarium:
P. q. quadriocellata ist kein Eikleber und setzt nach der Winterzeit drei bis sechs Gelege ab. In einem Terrarium werden die Tiere ab November kühler gehalten und erst im Februar erhöhe ich die Tages- und Nachttemperaturen wieder. Die Tiere legen ihre Eier dann von März bis September bevorzugt in die Blattachseln von Sansevierien oder in Bambusröhren.
Ich inkubiere die Eier bei ca. 28°C bis 30°C und die Jungtiere schlüpfen dann nach 42 bis 53 Tagen. Die Aufzucht ist relativ einfach. Wenn die Jungen frisch geschlüpft sind, besitzen sie keinerlei Rotzeichnung. Diese bildet sich erst im Laufe der Zeit aus. Leider wird die Farbintensität der Wildfänge von Nachzuchttieren nicht mehr erreicht.

Lygodactylus williamsi

Verbreitung:
Als Mikroendemit bewohnt Lygodactylus williamsi ausschließlich den weniger als 4 km² großen Kimbosa Forest und nahegelegene kleine Gebiete, namentlich Ruvu Forest Reserve..

Beschreibung:
Männchen von Lygodactylus williamsi erreichen eine Gesamtlänge von 8,5 cm, Weibchen bleiben geringfügig kleiner. Es handelt sich bei dieser Art um einen der schönsten Vertreter seiner Gattung. Beide Geschlechter ziert ein schwarzes Band von der Schnauze durch die Augen bis zum Hals. Auf dem Kopf verläuft eine zweite, V-förmige Linie parallel zur ersten. Dorsal über den Vorderbeinen befindet sich ein aus mehreren Punkten zusammengesetzter Fleck. Die Grundfarbe der Männchen ist ein leuchtendes blau, welches sich über den ganzen Körper bis zur Schwanzspitze zieht. Ventral sind sie orange gefärbt und die Kehle deutlich schwarz. Zwischen den Hinterbeinen befinden sich beim Männchen 7 Präanalporen. Weiterhin sind diese an einer verdickten Schwanzwurzel zu erkennen. Die Weibchen sind golden gefärbt. Zum Bauch hin geht das Gold ins blau-grüne über. Ventral sind sie hellgelb und die Kehle ist grünlich mit einem verwaschenen, dunklen Muster. Jungtiere sehen bis zur Geschlechtsreife aus wie Weibchen, sind jedoch relativ früh an den Präanalporen zu erkennen. Wie alle Arten der Gattung Lygodactylus verfügt Lygodactylus williamsi über Haftlamellen sowohl an den Zehen, als auch an der Schwanzspitze und ist zur Autotomie des Schwanzes befähigt.

Lebensräume: 
Beim Kimbosa Forest handelt es sich um einen weitestgehend natürlichen Tieflandregenwald mit einem Kronendach in 20 m Höhe. Dieses wird teilweise von emergent trees mit einer Höhe von bis zu 40 m durchbrochen. Epiphyten sind in Form von großen Farnen (Platycerium spp., Davallia spp., Asplenium nidus) und Orchideen der Gattungen Aerangis, Angraecum und Bulbophyllum vorhanden.
Das Klima ist ozeanisch geprägt (geringe Tag/Nacht Schwankungen). Die Temperaturen erreichen im Dezember einen Durchschnitt von 28 °C, während sie in der Zeit von Mai bis August niedriger sind (Durchschnitt im Juli: 23,5 °C). Die jährliche Niederschlagsmenge ist mit 1683 mm recht hoch. Eine Trockenzeit ist von Juni bis August zu verzeichnen.
Die Tiere halten sich ausschließlich an Schraubenbäumen der Art Pandanus rabaiensis auf, welche im Kimbosa Forest eine Fläche von 17,6 % bedecken, von welchen allerdings nur 52 % als Habitat für Lygodactylus williamsi geeignet sind (WEINSHEIMER et al., 2010). Von selbigen Autoren wurde eine Gesamtpopulationsgröße von lediglich 93000 bis 467000 Exemplaren errechnet. Von der Ursprungspopulation seien nachweislich durch eine (!) Fängergruppe innerhalb der letzten 4,5 Jahre 8 – 40 % für den Heimtiermarkt abgesammelt! Weitere Fängergruppen sind ebenfalls vor Ort, deren Fangausbeute nicht bekannt ist. Alle bekannten Verbreitungsgebiete liegen in Reservaten, wo der Fang von Wildtieren verboten ist, somit sind sämtliche exportierten Tiere illegal gesammelt und ausgeführt worden!

Haltung und Zucht:
Aufgrund seiner geringen Größe ist ein Pärchen von Lygodactylus williamsi bereits in Terrarien ab einer Größe von 25x 40x 40 cm (L x B x H) zu halten, wobei nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Eine Gruppenhaltung funktioniert in größeren Terrarien in den meisten Fällen problemlos, solange sich nur ein Männchen in der Gruppe befindet. Die Seitenwände des Terrariums sind mit Naturkorkplatten verkleidet, an denen kleinbleibende Orchideen der Gattungen Bulbophyllum, Angraecum und Aerangis befestigt werden können. Der Bodengrund besteht aus einem Sand/Kokoshumus Gemisch, in das Sanseverien direkt eingepflanzt sind. Als Kletteräste dienen Stängelsegmente von Reynoutria japonica sowie Korkeichenäste. Lygodactylus williamsi hält sich gerne auf der rauhen Rinde des Korks auf. Ein Wasserschälchen und eines mit Kalk vervollständigen die Einrichtung des Terrariums.
Eine optimale Beleuchtung ist wichtig für das Wohlbefinden von Lygodactylus williamsi. Hierzu eignen sich T5- Röhren (LF 860 oder besser Vollspektrumröhren) in Kombination mit Halogenspots. Zusätzlich sollten UV- abgebende Leuchtmittel nicht fehlen. In letzter Zeit hat sich die Bright Sun UV Dessert als optimales Leuchtmittel erwiesen. Die Beleuchtung sollte genügen um das Terrarium auf Temperaturen um 26 °C zu erhitzen, unter den - über die Mittagszeit zugeschalteten - Wärmespots werden Temperaturen von 32- 34 °C erzielt. Nachts sinken die Temperaturen im Terrarium durch Ausschalten der Beleuchtung auf 22 °C ab. Tägliches Sprühen des Terrariums erhöht die Luftfeuchtigkeit auf Werte zwischen 70 und 80 %. Den natürlichen Bedingungen folgend, wäre eine kühlere Trockenzeit in den Monaten von Mai bis August optimal. Sollte dieses durch zu hohe sommerliche Außentemperaturen nicht möglich sein, kann man versuchen die Tiere an eine kühle, trockene Phase im Winter zu gewöhnen.
Lygodactylus williamsi wird 2- 3 x pro Woche mit Arthropoden in geeigneter Größe gefüttert. Alle Futtertiere werden abwechselnd mit einem Vitamin/Mineralstoff Präparat, wie Korvimin ZVT+Reptil oder Herpetal und geriebener Sepiaschale bestäubt. Weiterhin wird gerne Fruchtbrei in den Geschmacksrichtungen Pfirsich/Maracuja oder Banane geleckt. Auch der gereichte Fruchtbrei wird mit Mineralstoff-Präparaten aufgewertet.
Die Weibchen von Lygodactylus williamsi kleben in der Fortpflanzungsperiode, etwa alle 4 Wochen, ein Doppelgelege an die Einrichtung. Sofern möglich, sollten die Eier zur besseren Kontrolle in einen Inkubator überführt werden, obwohl die Eltern den Jungtieren nicht gezielt nachstellen sollen. Bei einer Inkubationstemperatur von 27 °C schlüpfen die Jungtiere nach 61- 68 Tagen mit einer Gesamtlänge von 2,6 - 2,9 cm. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass bei Temperaturen um 27 °C überwiegend Männchen schlüpfen. Erst bei Inkubationstemperaturen um 24 °C schlüpfen mehr Weibchen als Männchen.
Die Jungtiere können die erste Zeit gemeinsam in kleinen Terrarien, die entsprechend derer der adulten Tiere eingerichtet sind, aufgezogen werden. Gefüttert wird mit bestäubten Grillen, Ofenfischchen und Asseln in geeigneter Größe und kleinen Wachsmottenlarven. Beleuchtet wird 12 Stunden täglich, mit möglichst hochwertigen Leuchtmitteln. Eine UV Versorgung sollte bei der Aufzucht nicht fehlen. Unter diesen Bedingungen kann ab einem Alter von 4-5 Monaten das Geschlecht bestimmt werden und die Geschlechtsreife wird nach etwa 10-12 Monaten erreicht.
Lygodactylus williamsi ist eine einfach zu pflegende Art, die im Terrarium äußerst zutraulich wird und durch ihr neugieriges Wesen einen sehr interessanten Pflegling darstellt. Wegen ihres extrem kleinen natürlichen Verbreitungsgebietes und den hohen Exportzahlen, wird sicherlich auch dem größten Optimisten klar, dass Lygodactylus williamsi in wenigen Jahren in freier Natur ausgerottet sein wird, sofern nichts für deren Schutz getan wird! Aus diesem Grund sollten sich nur erfahrene (Gecko-)Halter dieser Art widmen und die Nachzucht sollte oberstes Gebot sein! Mittlerweile wird Lygodactylus williamsi regelmäßig nachgezüchtet, so dass keinesfalls Wildfänge erworben werden sollten, um die bereits stark dezimierte natürliche Population zu erhalten!




 



 


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